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Ja, Nein, Vielleicht

Ja, Nein, Vielleicht

… lautet die korrekte Antwort auf die Frage nach einer elektronischen Rechnung.

Es gibt Momente, da fehlen mir schlicht die Worte und der Atem stockt kurz. Es war an einem wunderschönen Tag im Juni. Die Sonne schien und auf der Raucherinsel war einfach gute Stimmung. Da hieß es: „Wir sind fertig mit ZUGFeRD!“. In diesem Moment war ich wirklich schwer beeindruckt, da wir in unserer Verbandsarbeitsgruppe noch darüber diskutierten, wo genau jetzt die Zählpunktbezeichnung in der Rechnung angegeben werden soll.

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Abrechnungskosten wo gibt es denn sowas?

Es gibt ja immer Dinge, an die hat man sich einfach gewöhnt. Man fragt sich nicht mehr weshalb es so ist, wie es eben ist. Das nennt man auch Tunnelblick. Dieser hilft jedem Menschen sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.
Wenn man im Leben bereits sehr viele Energierechnungen gesehen hat, dann fängt es irgendwann an zu einer verschwommenen undurchsichtigen Wand zu werden, die einen seltsam vertraut vorkommt und plötzlich sieht man Dinge, die gar nicht da sind. Diesen Effekt kennt vielleicht der eine oder andere Autofahrer, falls die Strecke doch mal zu lang oder die Zeit zu spät geworden ist und die Müdigkeit sich arglistig und heimtückisch von der Seite anschleicht.
Dann rüttelt man sich für einen kurzen Moment wach und erlebt wieder einen Augenblick höchster Konzentration.
In genau so einem Augenblick fällt der Blick dann auf eine Rechnungsposition, die im Grunde schon immer da war und auch für reichlich Diskussion gesorgt hat.
In welcher Branche ist es sonst noch üblich, dass man die Kosten der Rechnungsstellung in Rechnung stellt?
Es ist ja direkt ein Paradoxon. Was würde passieren, wenn ich diese Leistung ablehne, also gleichsam nicht bestelle oder beauftrage?

„Hiermit kündige ich den Leistungsbezug ihrer Dienstleistung ‚Abrechnung‘, da die Leistung für uns keinen Wert darstellt. Denn sie verursacht im Gegenteil nur unnötigen Aufwand und Kosten.“

So oder so ähnlich stelle ich mir eine Reaktion auf diese Art Kosten vor. Das wäre jetzt für meine-energie zwar etwas geschäftsschädigend, aber interessant ist der Gedanke eigentlich schon.
Selbst beim Finanzamt kann man die Kosten der Steuerberatung in der Regel als Betriebsausgaben absetzen.
Auf einem Steuerbescheid habe ich auch noch nie die Kosten des Finanzamtes für die Erstellung des Bescheides gefunden und für 3,80€ werden da schon mal einige Personentage investiert.

Seltsam.