Was ist Energie?

Jetzt im Frühjahr ist es wunderschön die Landschaft mit dem Rad zu erkunden. Als ich so durch unsere schöne Gegend fuhr, fiel mir nach einer Diskussion hier im Blog doch auf, wieviel von der landwirtschaftlichen Struktur vorhanden ist, die man sonst nicht wirklich mehr zur Kenntnis nimmt.
Jetzt ist es hier im Osten Deutschlands vielleicht einfacher möglich, aber ich habe innerhalb von drei Stunden Radfahrt, mehr Pferde auf Koppeln stehen sehen, als mir Radfahrer begegnet sind. Auf den Feldern wachsen Getreide und Raps. Sogar Mühlenbetriebe mit Wasserantrieb gibt es noch.
In Zeiten der Energiewende, in denen auch das Thema Blackout immer interessanter wird, erfüllt es mich mit einer gewissen Beruhigung, dass es Menschen gibt, die ihre Energie so überaus sinnvoll in die Kulturlandschaft und traditionelle Wirtschaft investieren.

In Zeiten der extremen Steuerbelastung und extrem hohen technologischen Niveaus, ist es für viele vermutlich auch schon der Rückzug aus der Gesellschaft, der ganz still beginnt.
Es ist aber auch eine Energie zu spüren, die darin wohnt, Tiere zu halten und zumindest für den Eigenbedarf oder einen kleinen Kundenkreis traditionelle Landwirtschaft zu betreiben.
Diese Energie ist nicht elektrisch und kommt auch nicht aus einer politischen Verordnung. Diese Energie benötigt keine Trassen durch die Landschaft und auch keine riesigen Windparks. Diese Energie kommt von den Menschen, die all diese grundlegenden Arbeiten erledigen.
Es scheint mir im vorbeifahren wie eine Parallelwelt, in der die wahre Währung das Miteinander der Menschen ist. Es ist eine sehr persönliche und eine sehr dingliche Welt in der es neben der rein menschlichen nur reale Werte gibt.
Diese Welt steht diametral der elektrischen Energie gegenüber, von der die westliche Gesellschaft abhängig ist, wie ein Drogensüchtiger. Dabei ist nur sehr wenigen Menschen tatsächlich bewusst, wie hoch die Abhängigkeit tatsächlich ist. Soll Energie gespart werden, dann wollen gefühlte 90% „die Heizung runter drehen“ oder das Licht ausschalten. Aber, dass sie sofort zahlungsunfähig wären oder kein Auto mehr betanken könnten, ist kaum jemandem bewusst.

Jetzt gibt es den alten Grundsatz, wenn man täglich die Nachrichten verfolgt: „Es wird immer nur von Dingen berichtet, die man unter Kontrolle hat! Wenn es wirklich gefährlich wird, hört man nichts mehr und dann muss man besonders auf der Hut sein!“

Wenn diese These korrekt ist, dass frage ich mich spätestens jetzt, weshalb wir schon lange nichts mehr vom drohenden Blackout gehört haben.

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