„To big to switch off“

Erst waren es die Banken, die man nicht fallen lassen konnte. Das wussten alle, auch wenn nur sehr wenige erklären konnten weshalb.

Jetzt kommt mit der Energiewirtschaft die nächste Branche in Schwierigkeiten. Im Gegensatz zur Finanzbranche sind hier die Probleme direkter und präsenter für jeden, auch wenn man es zunächst auch gut ignorieren kann.

Noch gab es keinen Blackout in der Stromversorgung, NOCH! Die Sache eskaliert leise, ganz leise. Je länger die Warner rufen und warnen, aber nichts passiert, umso gefährlicher wird es.

Es ist wie bei Kindern, so lange man etwas hört ist alles in Ordnung, auch dann wenn es mal etwas lauter ist. Erst wenn es ruhig wird, dann steigt die Aufmerksamkeit und dies meist aus gutem Grund.

Solange RWE auf seiner Hauptversammlung noch von einem Desaster reden kann, ist also noch nichts Schlimmes passiert. So berichtet die Welt zwar, dass die „Deutsche Versorgungssicherheit in höchster Gefahr“ sei, aber das positive daran ist zweifellos, dass man es noch sagen kann. Erst wenn RWE nicht mehr warnt, dann wird es richtig eng. Dann gibt es die RWE vermutlich nicht mehr und dann auch keinen Vorstand mehr, der warnen kann.

Bei der Eurozone war es noch leicht, mit einigen Finanzierungstricks den Euro über einige Zeit zu retten.

Wie wird diese Rettung wohl beim Strom aussehen?

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