Strombranche vor dem Boom?

Gestern war wieder ein Tag, den Männer größten Teils unter sich verbracht haben. Dabei nimmt das Thema Auto in den Gesprächen einen nicht unerheblichen Teil ein. Interessanter Weise kommt das Elektroauto auch in die Diskussion. Vom Autohändler in unserer Gesprächsrunde war zu erfahren, dass alle Hersteller jetzt die Reichweite ihrer Fahrzeuge vergrößern und ein Mitarbeiter aus der Akkuproduktion berichtetet von abenteuerlichen Wachstumsplänen.

Wenn ich mal kurz überschlage, dass vielleicht mal 10% der 61 Mio zugelassenen Fahrzeuge elektrisch betrieben werden und jedes Fahrzeug täglich mit 50kWh nachgeladen wird, dann entsteht ein täglicher Bedarf von 300 GWh. Diese Menge muss ja auch irgendwo erzeugt werden und wir reden da nur von 10% des Fahrzeugbestandes.

Die jetzt geplante Verkaufsförderung von E-Fahrzeuge ist demnach ein politischer Eingriff zur Rettung der deutschen Elektrizitätswirtschaft. Eine Erhöhung des Stromverbrauches steht offensichtlich ganz oben auf der politischen Agenda.  Vor allem wird ganz gezielt darauf geachtet, dass der zusätzliche Verbrauch in den Nachtstunden erfolgt, die bisher bereits mit Übermengen belastet sind. Neben der Erhöhung des Absatzes elektrischer Energie werden damit gleichzeitig auch die nächtlichen Übermengen gekonnt entsorgt.

Die Verkaufsförderung für E-Mobile schafft endlich die notwendiger Planungssicherheit der Kraftwerksbetreiber. Wenn jetzt die Fahrzeughersteller auch mal schöne Elektroautos produzieren, dann gehen wir einen rosigen Zukunft entgegen.

Ich bin wiedermal von der Weitsicht unserer politischen Postenbesetzer beeindruckt.

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