Haushalte mit Netzfreischaltung

Was es nicht alles gibt, dachte ich mir, als ich die Gebrauchsanleitung eines HighTech-Schlafphasen-Weckers las: „Haushalte mit Netzfreischaltung“.

Naja, warum auch nicht?

Wenn wir mit SmartMeter, SmartHome und SmartGrid schon irgendwie im Morast zwischen technischen Richtlinien und Sicherheitsanforderungen steckengeblieben sind, dann sucht der Mensch eben nach alternativen Lösungen.
In der Werbung wird uns doch das Prinzip „einfach mal Abschalten“ schon lange auf die eine oder andere Art verkauft.
Weshalb also nicht auch bei Strom einfach mal abschalten. Denn wenn wir es mit dem Klimaschutz und dem Schutz der Natur ernst meinen, dann müssen wir auch etwas mehr im Einklang mit der Natur leben.

Es ist dann nur konsequent, wenn wir die Energie nutzen, die uns durch die Natur zur Verfügung steht. Wenn die Sonne scheint, können wir mit Solarenergie kochen, und wenn der Wind weht, dann haben wir im Dunkeln Licht. Ohne Wind kein Licht, dass ist nur gut und richtig. Früher konnten die Windmühlen ohne Wind auch kein Mehl mahlen und von einer Mehlkrise habe ich in der Geschichte noch nichts gelesen. Da gab es mal eine Tulpenkrise oder Hungersnöte, aber wenn es Getreide gab, muss es wohl auch genügend Mehl gegeben haben.

Deswegen: Wenn es mit dem SmartGrid nichts wird, dann bin ich doch dafür, dass wir zumindest Wohngebiete bei Strommangel einfach abschalten, weil z.B. zu wenig Wind weht.

Was würde passieren?

  • Es gäbe neben dem Wetterbericht auch Energieprognosen, die man sich ansehen würde.
  • Der Absatz alternativer Lichtquelle würde steigen (auch mit Petroleum kann man Licht wie das einer 400-Watt-Glühlampe erzeugen).
  • Der Markt für Energiespeichersysteme bekäme einen ungeahnten Wachstumsimpuls.
  • Energie käme aus der Boulevardpresse und politischen Reden direkt in die Lebenswirklichkeit der Menschen.
  • Die Geburtenrate würde steigen.
  • Deutschland hätte wieder eigenen Fachkräftenachwuchs.
  • Deutschland müsste keine Fachkräfte in Krisenstaaten abwerben.

Das klingt alles garnicht so schlecht, aber einen Nachteil muss es doch geben, sonst würden wir doch keine so aufwändigen und teuren Kraftwerksreserven betreiben.

  • Es könnte natürlich immer passieren, dass die Energie eben nicht mehr ausreicht, um die letzte Wette bei „Wetten, dass“ zu sehen.
  • Man könnte weniger Fernsehen.
  • Die Menschen müssten wieder mehr selbst denken.
  • Wir müssten wir wieder mehr mit unserem Nachbarn reden.
  • Ja und mehr Kinder machen auch Arbeit.

Also dann doch lieber SmartGrid, oder?

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