Dunkle Geschäfte in der Lausitz

Dunkle Geschäfte laufen in der Lausitz gleich im doppelten Sinn: Zum einen ist die Braunkohle eine recht schmutzige Sache, zum anderen sind die Geschäfte damit auch seit Jahren etwas, was sich dem Normalbürger nicht erschließt.

Waffenhandel, Prostitution, Drogen … gleich danach kommt die Energie. So kann man zumindest den Eindruck gewinnen, wenn man versucht die Geschäfte um die Lausitzer Braunkohle zu verstehen.

„Vattenfall-Finanzvorstand Ingrid Bonde weigerte sich auch auf Journalistennachfrage, den Verkaufspreis (equity value und transaction value) zu nennen. Dies wäre aufgrund der Komplexität des Braunkohlegeschäfts ‚irreführend‘, meinte sie.“ so kann man es zumindest bei der ZfK nachlesen.

Da will vermutlich die gute schwedische Regierung eine unliebsame Energiesparte geräuschlos entsorgen. Mit Entlassungen der 7.500 Mitarbeiter möchte man nicht in Zusammenhang kommen, wenn es dann in 3 Jahren soweit ist. Bis dahin muss alles bleiben wie es ist. Danach dürfen Rücklagen aufgelöst werden. Allerdings sind Regierungsbeamte keine Kaufleute. Für den Fall stark steigender Energiepreise behält man sich eine Rückkaufoption offen. „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“

Ich frage mich noch, weshalb kein deutsches Entsorgungsunternehmen mit unter den Bietern war. Das wäre doch ein super Geschäft. Vor allem wäre genügend Platz für neue Deponien. Seen gibt ja inzwischen genügend im Revier.

Wie auch immer die Energiewende ausgehen wird. Ich wohne noch direkt über dem 1. Lausitzer Kohlenflöz. Ca. 20 m unter meinem Rasen liegt also noch eine ca. 8m mächtige Braunkohlenschicht. Davon sollten ca. 2.000m³ nutzbar sein.

Das ist doch beruhigend , oder?

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