Die Zukunft liegt in den Weltmeeren

„Das ist ja wie eine Playstation, auf der man nicht spielt.“ Sagte mein Sohn heute morgen. Ja, diese Analogie finde ich recht passend. Zumal  ich unsere Playstation ja ursprünglich als Blueray-Player gekauft habe.  Doch wie kamen wir zu dieser Analogie:

Endlich hat auch das ZDF, n-tv und sicher auch alle anderen die neue Energiequelle entdeckt.

Fünf Billionen Plastikteile treiben auf Weltmeeren (ZDF-Fassung)

Fünf Billionen Plastikteile treiben im Meer (n-tv Fassung)

Bildbericht über den Müll in den Weltmeeren (n-tv)
Ich muss zugeben, dass die Journalisten vom Dienst sicher den Wert dieser Meldung  für unsere Zukunft erst erkennen werden, wenn sie über den Agenturticker kommt. Aber ein erster Schritt zur Wahrnehmung ist getan.

Dass dieses Thema überhaupt Platz in den Nachrichten gefunden hat, finde ich erstaunlich, da diese Müllberge schon seit Jahren in den Ozeanen schwimmen und einfach nur immer größer werden.

Ist es nicht kurios, dass derzeit die USA ihren Untergrund durch Fracking vergiften, während auf den Ozeanen riesige Mengen an hochkalorischen Wertstoffen ungenutzt in der Sonne vor sich hin dümpeln.

Wie wäre es denn, wenn wir nicht vor den Kanaren in tausenden Metern Tiefe nach Öl bohren würden, sondern einfach mal mit einer großen Harke den hochkalorischen Brennstoff aus den Weltmeeren fischen würden?

Hat schonmal ein Greenpeace-Aktivist ausgerechnet, wie lange diese Energiequelle reichen würde?

Also ich fände es gut, wenn man mit seinem Boot wieder in sauberem Wasser statt durch Müllhalden fahren könnte.

Aber vermutlich sind internationale Gewässer nur dann interessant, wenn sich dort russische U-Boote versteckt halten könnten.

 

4 Gedanken zu „Die Zukunft liegt in den Weltmeeren“

  1. Diese Abfälle sind ja Energievorräte, genauer (Erd-)Öl-Vorräte in anderer Form, wie wir sie als echtes Erdöl bisher völlig ungehemmt und ungeniert aus der Erde holen. Nur das Einsammeln scheint doch etwas Mühsames zu sein. Allerdings – wenn eine solche Masse wie auf dem Bild auf heute.de sich angesammelt hat – dann würde sich das Einsammeln doch wirklich lohnen. Unser grundsätzliches Problem wird damit gemildert, jedoch nicht gelöst. Die Energiewende brauchen wir weiterhin. Wie wäre es, wenn die Regierungen auf der ganzen Welt Prämien denjenigen versprechen würden, die solche Abfälle einsammeln und zur Wiederverwertung abliefern. Ähnliche Prämienzahlungen gab es doch schon auf Rattenschwänze, oder nicht? Unterlagen, wie dabei verfahren wurde, müssten sich doch in den Archiven finden lassen. Dann braucht man das nicht neu überlegen, neu ausdrucken – Wiederverwendung pur! Ob es eine Belohnung oder zumindest anerkennende Worte für diese Idee gibt?

    1. Ich vermute, dazu muss man die Müllpreise im Auge behalten. Oder sollte man besser die Preise hochkalorische Reststoffe. Erst wenn es günstiger ist die Stoffe aus dem Meer zu fischen, wird sich etwas ändern. Bis dahin jagen wir dem Spurengas CO2 nach, dass ist deutlich weniger schmutzig.

      1. Wann werden wir (einzeln und überhaupt als Menschheit insgesamt) begreifen, dass alles Geld genauso wie Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, Regeln usw. nur „Produkte“ der Vorstellungen der Menschen sind. Das ist nichts Physikalisches. Es gehört nicht zu dieser echten Wirklichkeit in der Natur. Mit allen diesen „geistigen“ (???) Konstrukten sind nur Vorgänge zwischen lebenden Menschen möglich, wenn diese auf der gleichen „Wellenlänge“ denken und handeln. Wir nehmen eine vermeintliche, von der echten Wirklichkeit abgehobene Betrachtungsweise wichtiger als das, um was wir uns tatsächlich kümmern müss(t)en. Hat schon irgendjemand (mit Genuss und als nahrhaft empfunden) Geld gegessen oder mit Geld Feuer gemacht, um diese (wertvolle?) Energie nutzen zu können. Wäre damit das CO2-Thema auch „gegessen“, da bei uns offenbar Geld nachwächst, anscheinend sogar in beliebiger Höhe. Trotz dieser Ignoranz gegenüber der echten Wirklichkeit in der Natur halten wir uns für die Krone der Schöpfung. Wir ticken doch nicht mehr richtig. Das musste nun zu Müllpreisen oder dem Jagen nach CO2 einmal gesagt werden.

        1. Es ist schon faszinierend, wie man zu der Ansicht kommt, dass man reale Entwicklungen durch die Vermehrung der Geldmenge könnte nachhaltig beeinflussen könnte. Am Ende solcher Entwicklungen konnte man in früheren Zeiten aber tatsächlich das Geld noch zum Heizen nutzen. Da man die Geldmenge heute so praktisch auf Festplatten in Computern speichert, ist es schon eine beachtliche Steigerung der Effizienz in diesen Dingen.
          Es ist ja schon schwer, sich einen 50-Euro-Schein bei der Arbeit vorzustellen, aber gespeichert auf einer Festplatte bekomme ich da überhaupt kein Bild mehr in den Kopf. Wie sieht dieses Geld eigentlich aus?
          Wir haben heute zum größten Teil elektronisches Geld!
          Es ist einzig und allein die elektrische Energie, welche uns diese virtuelle Welt belebt. Ohne diese Energie gäbe es die Realität nicht. Da finde ich es interessant, dass jetzt schon mancherorts die Abschaffung des Bargeldes gefordert wird.
          Es ist fast so als würde man alle in einen Zug drängen, dessen Streckenverlauf man sich zwar vorstellen kann, aber gebaut ist die Strecke noch nicht. Damit ist es dann im wahrsten Sinne alternativlos!
          Geld- und Energiepolitik sind da verblüffend verbunden.

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