Abrechnungskosten wo gibt es denn sowas?

Es gibt ja immer Dinge, an die hat man sich einfach gewöhnt. Man fragt sich nicht mehr weshalb es so ist, wie es eben ist. Das nennt man auch Tunnelblick. Dieser hilft jedem Menschen sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.
Wenn man im Leben bereits sehr viele Energierechnungen gesehen hat, dann fängt es irgendwann an zu einer verschwommenen undurchsichtigen Wand zu werden, die einen seltsam vertraut vorkommt und plötzlich sieht man Dinge, die gar nicht da sind. Diesen Effekt kennt vielleicht der eine oder andere Autofahrer, falls die Strecke doch mal zu lang oder die Zeit zu spät geworden ist und die Müdigkeit sich arglistig und heimtückisch von der Seite anschleicht.
Dann rüttelt man sich für einen kurzen Moment wach und erlebt wieder einen Augenblick höchster Konzentration.
In genau so einem Augenblick fällt der Blick dann auf eine Rechnungsposition, die im Grunde schon immer da war und auch für reichlich Diskussion gesorgt hat.
In welcher Branche ist es sonst noch üblich, dass man die Kosten der Rechnungsstellung in Rechnung stellt?
Es ist ja direkt ein Paradoxon. Was würde passieren, wenn ich diese Leistung ablehne, also gleichsam nicht bestelle oder beauftrage?

„Hiermit kündige ich den Leistungsbezug ihrer Dienstleistung ‚Abrechnung‘, da die Leistung für uns keinen Wert darstellt. Denn sie verursacht im Gegenteil nur unnötigen Aufwand und Kosten.“

So oder so ähnlich stelle ich mir eine Reaktion auf diese Art Kosten vor. Das wäre jetzt für meine-energie zwar etwas geschäftsschädigend, aber interessant ist der Gedanke eigentlich schon.
Selbst beim Finanzamt kann man die Kosten der Steuerberatung in der Regel als Betriebsausgaben absetzen.
Auf einem Steuerbescheid habe ich auch noch nie die Kosten des Finanzamtes für die Erstellung des Bescheides gefunden und für 3,80€ werden da schon mal einige Personentage investiert.

Seltsam.

Ein Gedanke zu „Abrechnungskosten wo gibt es denn sowas?“

  1. hmm… komisch ist das alle Mal. Zumal es keine wirkliche Begründung dafür gibt. Aber was soll´s! Das kennt man schließlich so auch von der eigenen Bank. Verpasst man mal in einem Quartal die Auszüge zu holen (im Onlinebanking geht das ja genauso gut), kommen die auch prompt tags darauf per Post und der Kontoinhaber ist gleich 1-3,50Euro los. Die Begründung ist hier genauso künstlich, wie beim Energieunternehmen. Man habe ja Aufwendungen für Porto und Personal, die Daten aufzubereiten…usw. Glaubt mir ruhig! Ich habe Stunden damit verschwendet mit scheinbar strafkonditionierten Mitarbeitern der sogenannten Kundenservices zu diskutieren. Letztlich war ich noch versucht mich wegen der Dreistigkeit meiner Bitte zu entschuldigen. Der einziger Unterschied zu einem abrechnenden Energieunternehmen ist, ich kann trotzdem von meiner Bank meine Unkosten zurück klagen. Aber mal im Ernst: Macht das für die paar Euros Sinn?
    Für ein Energie verbrauchendes Unternehmen sieht das irgendwie lohnender aus. Da geht es ja schnell mal um ein paar hundert Euro…
    Sollte man doch mal darüber nachdenken?

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