Kohle ist kaputt

Wir haben ein gesellschaftliches Entwicklungsniveau erreicht, in dem wir nicht mehr wissen, auf welchem Ast wir sitzen. Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, ob man sich der natürlichen Nahrungskette verweigern sollte oder nicht.

Nein viel spannender finde ich die Meldung der Zeit, dass die Kohle kaputt und gleichermaßen selbst ein Fossil der industriellen Frühzeit ist.

Zeit: Kohle ist kaputt

Es ist ja nur menschlich, wenn man Vergangenes hinter sich läßt und die Zeit färbt dann das meiste in schöne Farbtöne. So funktioniert das auch in der schönen erneuerbaren Energiewelt.

Da fragt keiner mehr, woher die Energie kommt, mit der Stahl für den Turm des Windrades geschmolzen wurde, oder mit welcher Energie die Siliziumkristalle gezüchtet wurden, die wir im ganzen Land auf den Solarzellen sehen können.

Wenn Deutschland seine Überproduktion an erneuerbaren Energien in die Netze unserer Nachbarländer drückt und bei Bedarf lieber Atomstrom aus Frankreich nachkauft, dann ist die Energiewende in Deutschland ein riesiger Erfolg.

Ich frage mich manchmal, denn immer würde man solche Fragen nicht verkraften: Was wäre wohl, wenn alle EU-Länder gleichermaßen die deutsche Energiewende kopieren würden?

Es würde wohl ein riesiger Dinosaurier entstehen, dessen Überleben mit einem ansehnlichen Fragezeichen übertitelt wäre.

Nach Büchern wie „Blackout“ und anderen aufrüttelnden Werken, hätte man fast annehmen wollen, dass Energie bewußter wahrgenommen wird. Aber leider ist kaum einem Menschen bewußt, dass selbst Quarzuhren, die heute fast jeder nutzt, ausschließlich mit elektrischer Energie betrieben werden.

Wer sich heute darüber beschwert, dass man eine AppleWatch täglich aufladen muss, der hatte wohl noch nie eine mechanische Uhr am Handgelenk. Die musste man auch täglich aufziehen. „Aufziehen“ ist dann auch ein Wort, dass im Duden vermutlich demnächst gestrichen wird.

Als Warner vor einer drohenden Gefahr hat man ja immer ein Problem, wenn der Störfall nicht zeitnah eintritt, dann wird das Problem ignoriert. Das Beispiel dazu hat uns unsere Kanzlerin vor und nach Fukushima geliefert.

„Bisher sind Deine Prognosen noch nicht eingetreten!“

Schwierig wird dieser Satz nur dann, wenn man anfängt Äste abzusägen auf denen man selber sitzt. So wird man ganz sicher zum Erfüllungsgehilfen der Prophezeiung.

Es wird nicht wundern, wenn Deutschland den Bau von Kernkraftwerken in den Nachbarländern fördert, nur um die eigene Energiewende abzusichern.

Seltsam

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.