„Brauchen Sie Strom?“

„Brauchen Sie Strom?“

Eine Frage, so einfach und grundlegend wie nur wenige Fragen, die einem im Leben gestellt werden. Doch bei aller Einfachheit und  Klarheit dieser Frage ist sie doch immer wieder erschreckend fundamental.

„Braucht Ihr Strom?“ fragte mich der Hafenmeister nochmals, bevor ich gänzlich in philosophische Grundsatzüberlegungen abglitt. „Muss nicht sein, aber wenn Sie welchen haben, nehmen wir ihn“, antwortete ich. Irgend eine innere Stimme weigerte sich in mir eine fatale Abhängigkeit von Strom einzugestehen und baute deshalb ohne mein eigenes bewusstes Zutun dieses „Muss nicht sein“ ein.
Unwillkürlich rechnete ich hoch, wie oft diese Frage heute und hier schon gestellt wurde. Und wie oft diese Frage wohl auch in diesem Sommer in deutschen Marinas und auf deutschen Campingplätzen gestellt werden wird. Es müssen wohl tausende Male sein. Wie oft jedoch wird sie wohl mit „Danke, nein“ beantwortet? Eine Frage, der man, in diesem Falle also ich, unbedingt nachgehen musste.

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Energie in der Schattenwirtschaft

Manchmal erlebe ich einen Effekt, der sich wie ein Déjà-vu anfühlt. Dabei überlagern sich zwei Dinge, die kaum verwandt sind, aber ein vergleichbares Muster zeigen. So ging es mir jetzt bei dem neuen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und der EU-Regelung zur Berechnung des Bruttoinlandsproduktes. Bei letzterer wird neu geregelt, dass sexuelle Dienstleistungen ab September mit in das Bruttosozialprodukt einberechnet werden, ebenso Schmuggel und sonstige Schattenwirtschaft. „Schwarzmarkt meets Leistungsbilanz“ klingt es da in meinen Ohren. Vielleicht schreibt ja noch jemand eine nette Melodie zu diesem Ohrwurm.

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