Energie, Währung mit Zukunft!

… und mit Vergangenheit! Wenn ich lese, dass der Durchschnittsdeutsche 12,6 % seines Finanzbudgets für Lebensmittel und Energie ausgibt – und davon 2,6 % für Energie – dann ist mir völlig klar, weshalb Energie wirklich kaum jemanden außerhalb der öffentlichen Diskussion ernsthaft interessiert. Energie ist halt immer mal für einen Aufreger gut, aber für mehr eben auch nicht.

Aber weshalb ist dies so, wo doch ein Blackout unsere Gesellschaft im Ganzen bedrohen soll? Es kann nur an der Omnipräsenz der Energie in jeder erdenklichen Lebenslage liegen. Weil Energie einfach immer und überall in jeder Menge verfügbar ist, macht sich der Durchschnittsdeutsche auch keine Gedanken darum, dass es anders sein könnte. Der geneigte Leser dieses Blogs wird bemerkt haben, dass ich Befürworter räumlich und zeitlich begrenzter Abschaltungen bin, da uns dies nicht zuletzt auch resistenter gegen einen umfassenden Blackout machen würde. Aber dies ist heute nicht mein Thema.

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Wie weit kann der Bürger die Energiewende tragen?

Olympia war letztes Jahr. Aber ich habe eine Idee für eine neue Disziplin – gewissermaßen für die olympischen Spiele des Energiemarktes. Das „Tragen der Energiewende“ wäre für meinen Geschmack schon eine echte Herausforderung.

Wenn man zu diversen Podiumsdiskussionen eingeladen wird und dort in den politischen Reden immer davon gesprochen wird, dass der Bürger und die Unternehmen die Energiewende mit tragen müssen, dann habe ich zunächst immer so ein Bild eines Mitbürgers im Kopf, der rechts und links je einen schweren Eimer Kohlen über die Treppe in den zweiten Stock eines Hauses hoch trägt. Aber je länger ich den Reden lausche, umso klarer wird mir, dass nicht das Tragen von Dinge gemeint ist. Es geht einfach nur darum, dass die Energiewende bezahlt werden muss! Wenn man sich der Politiker so in der Gegend umsieht, gibt es da nur wenige, die bei Drei nicht auf den Bäumen sind. Dies sind die privaten Haushalte und die kleinen und mittleren Unternehmen im Lande.

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EEG-Fallen im Garten

Beim Blick über den Gartenzaun meines Nachbarn am Abend des letzten Sonntags habe ich meinen Augen kaum getraut. Da standen plötzlich dutzende kleiner Solarlampen im gesamten Garten verteilt. Hier wird doch tatsächlich Solarstrom erzeugt, auf den keine EEG-Abgabe abgeführt wird, dachte ich mir. Denn eine solche Lampe speichert über den Tag hinweg maximal 2,52 Wh. In 365 Tagen kommt da fast eine ganze Kilowattstunde zusammen. Und da steht ja nicht nur eine Lampe.

Ich bin gleich mal durch unsere Siedlung gefahren, um mir einen Überblick über die gesamte Lage zu verschaffen. Denn diese Lampen haben tatsächlich eine sehr breite Anhängerschaft gefunden. Wer keinen Garten vor der Tür hat, steckt sie in seinen Blumenkasten auf dem Balkon. Wenn ich davon ausgehe, dass vielleicht 10 Millionen dieser Lampen allein in Deutschland verkauft wurden, dann entgehen dem EEG-Markt ca. 6 Millionen Euro jährlich. Sollte die Energiewende also scheitern, dann wissen wir zumindest schonmal, woran es gelegen haben kann.

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Energiewende wider Willen

Sicher bin ich wieder der Letzte, der es erfährt. Alle Welt weiß es, nur ich wieder nicht. Naja, irgendwann muss ich mich mal bei Gelegenheit damit abfinden.

„All 48 of the nation’s commercial reactors are now offline, but the government wants to restart those that clear newly established safety regulations despite strong public opposition.“
The Japan Times

Japan hat also den Atomausstieg einfach so umgesetzt. Ich verstehe dabei nur nicht, weshalb Japan noch keinen umfassenden Blackout hatte, oder habe ich dass auch überlesen? Es ist sicher immer noch eine große Tragödie, wenn auch nach so langer Zeit 267.000 Japaner in provisorischen Unterkünften leben. Dennoch beschäftigt mich die Frage, wie es möglich ist, dass Japan 48 Atomkraftwerke abschaltet und nicht in dem Chaos endet, das durch einen Blackout zu erwarten ist.

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