Schiefergasumlage und Krimsekt

Über die Ukraine wird ja viel geschrieben und über die Krim fast noch mehr. Jetzt muss die EU Sanktionen gegen Russland umsetzen.

Dabei steht sofort das Thema Energie an erster Stelle der Diskussion.

Jetzt ist es ja so, dass die Steuererklärung 2.0 (=Energierechnung) jedes Jahr eine höhere Abgabenlast mit sich bringt. Die deutsche Regierung versucht zwar mit allerlei Ausnahmen einer Belastung der deutschen Wirtschaft entgegen zu steuern. Die EU wacht darüber aber auch mit wachsamen Auge und droht schon mit Verfahren wegen Subventionen bei der EEG-Umlage. Wie die EU in die Regelungen einer in Deutschland erfundenen Umlage eingreifen kann, ist zwar ein Rätsel, aber ich verstehe ja auch nicht, was an einem Volksentscheid Falsches sein kann. (ich meine natürlich den in der Schweiz)

Aber weshalb wird unser Blick bezüglich der Sanktionen gegen Russland unweigerlich auf Öl und Gas gelenkt? Also ich meine die USA können sich jede Art von Sanktion gegen Russland vorstellen, solange die EU diese umsetzen muss. Aber weshalb gerade Öl und Gas. Das können wir doch alle nicht wollen, oder? Die Energiepreise sind doch schon hoch genug. Oder ist amerikanisches Schiefergas so viel günstiger, wenn es dann in 2-3 Jahren auf den EU-Binnenmarkt kommt?

Also denken wir darüber nach, wo man Russland wirklich treffen könnte.

Man weiß ja, dass der Russe im Grunde nur Wodka trinkt. Aber die Krim ist doch für zwei Dinge bekannt.

  1. für die russischen Schwarzmeerflotte und
  2. Krimsekt

Gut, das Klima und die Landschaft der Krim sind auch phantastisch, aber das tut nichts zur Sache.

Also warum kein Handelsembargo gegen Krimsekt?

Die Russen müssten dann mehr Sekt selber trinken, was der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung sicher zu Gute käme. Sekt hat ja einen deutlich geringeren Alkoholgehalt als Wodka. Die deutschen Sekthersteller würden ihren Marktanteil in der EU erhöhen können. Damit würde die EU sozusagen das Nützliche mit dem Praktischen Verbinden. Also zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen, wie es im Volksmund heißt.

Aber da war doch was mit Sekt und Krieg, oder? Richtig, die Sektsteuer hatte der deutsche Kaiser eingeführt, um die Kriegsmarine zu finanzieren. Ah, zu dumm, in Anbetracht der deutschen Geschichte geht die Sache mit dem Sekt dann natürlich nicht.

Na dann freuen wir uns also auf die Schiefergasumlage, mit der die Flüssiggasterminals in den europäischen Häfen finanziert werden.

Seltsam