Elektrisches Licht & Gute Küche

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Wenn man so durch das brandenburger Land fährt, ist es auch immer eine kleine Zeitreise. Eine Reise an Beginn unserer Zivilisation dachte ich, als ich das Schild auf dem Foto sah. Es ist doch komisch, dass man eine gute Küche heute deutlich schwerer findet als elektrisches Licht. Aber es war einmal wert, dass man elektrisches Licht auf einem Werbeschild erwähnte. Das elektrische Licht war sozusagen die Einstiegsdroge, mit der sich unsere aktuelle Gesellschaft in die Abhängigkeit von elektrischer Energie brachte.

Wenn man sich dem Thema „Blackout“ so wie ich schon von einigen Seiten genähert hat, dann wirkt der Gedanke wie ein lichter Schein, dass es lange nicht selbstverständlich war, dass man elektrisches Licht hatte. Es ist wie ein bildhafter Beweis, dass es auch ohne ging, ohne selbstöffnende Türen, elektrische Kaffeeautomaten, elektrische Registrierkassen, ja einfach gänzlich und vollständig ohne elektrische Energie. Da kommt mir doch mein Artikel zum Thema „Die griechische Krise kann man einfach abschalten“ in den Sinn. Die letzte europäische Währungsunion konnte nicht so einfach abgeschaltet werden. Es gab keinen Schalter, ja eben nicht mal die nötige elektrische Energie dazu. Zuletzt konnte seinerzeit wohl Frankreich die griechischen Schulden nicht mehr verbürgen (Deutschland war damals nicht dabei). Dass hat dann auch ausgereicht. Man brauchte keinen elektrischen Schalter.

Es hatte früher eben Alternativen!

Seltsam.