Schlupfloch Fahrstrom

Ich habe mich in den Tesla S setzen dürfen.
Es ist eine verrückte Sache, aber das Auto löst einen direkten Will-Ich-Haben-Reflex aus. Das soll jetzt nicht so klingen, als hätte ich bereits eine Bestellung laufen.
Aber ich habe zumindest mal den Taschenrechner bemüht:
Eine Ladung kostet mit privatem Endkundenstrom ca. 25,00 € Brutto. Damit kommt man dann laut Angabe des Herstellers 450 km weit.

Wenn jetzt noch jemand auf die Idee kommt, sein Auto hauptsächlich am Wochenende zu nutzen und unter der Woche an seiner Solaranlage für 10 ct/kWh also dann für 85 kWh * 0,1 = 8,50 € zu laden, wird es eng.

„Wieso wird es eng ?“ höre ich den geneigten Leser denken.

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Neue Gasmarke „krisenfrei“

Nach Ökostrom öffnet sich jetzt auch für Gas die Option zur Abgrenzung im Markt.
In jeder Krise liegt ja immer auch ein Chance. Die muss man nur finden.
So denke ich schon seit letzter Woche darüber nach, welche Chance für den Energiemarkt versteckt ist.
Also ich meine Chancen, die man Nutzen kann, wenn man gerade noch das nötige Kleingeld für eine kleine Privatarmee, oder ein paar schicke Panzer mit flüsterleisen Straßenketten beschaffen muss.

Es hat ja immer etwas von Ostern, wenn man solche versteckten Chancen sucht. Kann ja gut seine, dass da noch mehr drin ist, aber das Gaslabel „krisenfrei“ hätte doch schon was, wie ich finde.

Kunden, die sich für „krisenfrei“ entscheiden, können sicher sein, dass ihr Gas aus keiner Krisenregion stammt, oder aus einem Staat kommt, der in eine Krise verwickelt ist.
Irgendetwas klingt daran komisch, aber was?

Ich stelle mir die Frage: Welcher Staat mit Gasreserven ist eigentlich in keine Krise verwickelt?

Seltsam

Schiefergasumlage und Krimsekt

Über die Ukraine wird ja viel geschrieben und über die Krim fast noch mehr. Jetzt muss die EU Sanktionen gegen Russland umsetzen.

Dabei steht sofort das Thema Energie an erster Stelle der Diskussion.

Jetzt ist es ja so, dass die Steuererklärung 2.0 (=Energierechnung) jedes Jahr eine höhere Abgabenlast mit sich bringt. Die deutsche Regierung versucht zwar mit allerlei Ausnahmen einer Belastung der deutschen Wirtschaft entgegen zu steuern. Die EU wacht darüber aber auch mit wachsamen Auge und droht schon mit Verfahren wegen Subventionen bei der EEG-Umlage. Wie die EU in die Regelungen einer in Deutschland erfundenen Umlage eingreifen kann, ist zwar ein Rätsel, aber ich verstehe ja auch nicht, was an einem Volksentscheid Falsches sein kann. (ich meine natürlich den in der Schweiz)

Aber weshalb wird unser Blick bezüglich der Sanktionen gegen Russland unweigerlich auf Öl und Gas gelenkt? Also ich meine die USA können sich jede Art von Sanktion gegen Russland vorstellen, solange die EU diese umsetzen muss. Aber weshalb gerade Öl und Gas. Das können wir doch alle nicht wollen, oder? Die Energiepreise sind doch schon hoch genug. Oder ist amerikanisches Schiefergas so viel günstiger, wenn es dann in 2-3 Jahren auf den EU-Binnenmarkt kommt?

Also denken wir darüber nach, wo man Russland wirklich treffen könnte.

Man weiß ja, dass der Russe im Grunde nur Wodka trinkt. Aber die Krim ist doch für zwei Dinge bekannt.

  1. für die russischen Schwarzmeerflotte und
  2. Krimsekt

Gut, das Klima und die Landschaft der Krim sind auch phantastisch, aber das tut nichts zur Sache.

Also warum kein Handelsembargo gegen Krimsekt?

Die Russen müssten dann mehr Sekt selber trinken, was der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung sicher zu Gute käme. Sekt hat ja einen deutlich geringeren Alkoholgehalt als Wodka. Die deutschen Sekthersteller würden ihren Marktanteil in der EU erhöhen können. Damit würde die EU sozusagen das Nützliche mit dem Praktischen Verbinden. Also zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen, wie es im Volksmund heißt.

Aber da war doch was mit Sekt und Krieg, oder? Richtig, die Sektsteuer hatte der deutsche Kaiser eingeführt, um die Kriegsmarine zu finanzieren. Ah, zu dumm, in Anbetracht der deutschen Geschichte geht die Sache mit dem Sekt dann natürlich nicht.

Na dann freuen wir uns also auf die Schiefergasumlage, mit der die Flüssiggasterminals in den europäischen Häfen finanziert werden.

Seltsam

Elektrisches Licht & Gute Küche

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Wenn man so durch das brandenburger Land fährt, ist es auch immer eine kleine Zeitreise. Eine Reise an Beginn unserer Zivilisation dachte ich, als ich das Schild auf dem Foto sah. Es ist doch komisch, dass man eine gute Küche heute deutlich schwerer findet als elektrisches Licht. Aber es war einmal wert, dass man elektrisches Licht auf einem Werbeschild erwähnte. Das elektrische Licht war sozusagen die Einstiegsdroge, mit der sich unsere aktuelle Gesellschaft in die Abhängigkeit von elektrischer Energie brachte.

Wenn man sich dem Thema „Blackout“ so wie ich schon von einigen Seiten genähert hat, dann wirkt der Gedanke wie ein lichter Schein, dass es lange nicht selbstverständlich war, dass man elektrisches Licht hatte. Es ist wie ein bildhafter Beweis, dass es auch ohne ging, ohne selbstöffnende Türen, elektrische Kaffeeautomaten, elektrische Registrierkassen, ja einfach gänzlich und vollständig ohne elektrische Energie. Da kommt mir doch mein Artikel zum Thema „Die griechische Krise kann man einfach abschalten“ in den Sinn. Die letzte europäische Währungsunion konnte nicht so einfach abgeschaltet werden. Es gab keinen Schalter, ja eben nicht mal die nötige elektrische Energie dazu. Zuletzt konnte seinerzeit wohl Frankreich die griechischen Schulden nicht mehr verbürgen (Deutschland war damals nicht dabei). Dass hat dann auch ausgereicht. Man brauchte keinen elektrischen Schalter.

Es hatte früher eben Alternativen!

Seltsam.