Wie wertvoll ist die Stromsteuer?

Dass ich die Energierechnungen als Steuererklärung 2.0 ansehe, ist dem einen oder anderen vermutlich bereits bekannt.
Was liegt also näher, als mit Steuerberatern in den Erfahrungsaustausch zu gehen.
Die Stromsteuer ist da rein vom Namen her gleich der erste Punkt, an dem sich mein Auge verfängt.
In den letzten Jahren hat diese Steuer ja eine sehr sehr interessante Entwicklung genommen. Ganz Unternehmen sind auf der Grundlage des Stromsteuergesetztes entstanden. Fast hätte es zu zu einer eigenen Branche gereicht. Wenn, ja wenn, da nicht ein Politiker ein Schlupfloch entdeckt hätte. Was ein gesetzliches Schlupfloch ist müssen wir aber auf einen anderen Beitrag verschieben.
Wir haben ja einige politische Kosten auf den Energierechnungen, die ähnlich der Sektsteuer in ihrem Namen schon klarzustellen versuchen, wofür sie da sind.
Der geneigte Endkunden weiß damit, wofür das Geld bestimmt ist. Also zumindest soll es so sein.
Jetzt ist es ja wie bei der Steuererklärung 1.0, dass der Sinn der einzelnen Steuer über die Zeit nicht mehr so ganz klar ist. Die durch die Sektsteuer finanzierte Kriegsflotte existiert seit langem nicht mehr, ganz anders als die Sektsteuer.
Deshalb ist es ja so, dass Steuern zunehmend nicht mehr nach ihrem Zweck benannt werden, damit man den Zweck später recyceln und wieder als Begründung für andere Steuern verwenden kann.
Wofür war nochmal die KFZ-Steuer?
So startete die Stromsteuer auch mal relativ klar orientiert als Ökosteuer, deren Zweck zwar auch nicht so ganz klar war, aber man könnte als Zähler wenigstens dass Gefühl entwickeln, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, wenn man den Wäschetrockner anschaltet.
Jetzt nennt sich diese Steuer Stromsteuer auf den Stromrechnungen und Energiesteuer auf den Gasrechnungen.
Von Öko ist nichts übrig geblieben!

Aber dennoch ist diese Steuer so wertvoll, dass darauf der volle Mehrwertsteuersatz zu entrichten ist.

Moment mal Mehrwert als Steuer auf eine Steuer. Wie geht dass denn?
Tja Steuerschlupflöcher haben eben einen Falltürmechanismus!
Steuern können eben nur zu gering aber nie zu hoch erhoben werden.
Das ISSO*!

Aber zurück zur Sache. Wir finde also auf fast allen Energierechnungen, eine Strom- oder Energiesteuer, auf die ganz unten kurz vor dem Forderungsbetrag noch die Mehrwertsteuer berechnet wird.

Der geneigte Kenner der Materie, wird jetzt bemerken wo der Fehler steckt.
Es handelt sich nämlich nach dem Text des Gesetztes um die Umsatzsetuer. Ich weiß jetzt auch, dass die Umsatzsteuer dem Sinn nach eine Mehrwertsteuer ist, aber dies gibt der Besteuerung der Stromsteuer keinen höheren Sinn.

Wo also liegt dieser?
Es ist der Umsatz ansich, da liegt der Begriff der Steuer völlig richtig.
Durch die Stromsteuer macht die gesamte Branche doch einen höheren Umsatz ist liegt doch völlig klar auf der Hand!
Die Umsatzzahlen der Unternehmen steigen dadurch.
Die Wirtschaft wächst! Das ist doch ein ein in seiner Klarheit nicht zu übertreffender Wert.

Die Stromsteuer steigert also den Bruttoumsatz und darin liegt ihr klarer Mehrwert. So ist es dann auch mit all den anderen Umlagen auf der Energierechnung!

Aber welchen Mehrwert hat jetzt der Endkunden davon?

Seltsam!