Der Wenn-Stapel

Der „Wenn-Stapel“ ist sicher keine neue Erfindung, nur fällt er mir in letzter Zeit so sehr auf, dass ich ihn fast nicht mehr hören kann.

Es ist fast egal, ob gerade der Euro, die EU gerettet oder die Energie in Deutschland gewendet wird.

Immer wenn es im Erklärungen geht, welche Konzepte man verfolgt und weshalb diese erfolgreich sein werden, dann folgt mit 99,9%-iger Sicherheit ein „Wenn-Stapel“.

Das hört sich dann etwa so an:

  • Wenn die FDP von Ihrer Position abrückt.
  • Wenn die Opposition endlich versteht, worum es in der Sache wirklich geht.
  • Wenn Energieunternehmen ihren Worten auch Taten folgen lassen.
  • Wenn die Sonne scheint.
  • Wenn der Wind aus dem Süden lau weht und 23,4° C nicht übersteigt.

Ja, dann werden die deutschen Netze ausgebaut und alle Probleme gelöst werden können, dass ist überhaupt keine Frage. Daran kann auch keinerlei Zweifel bestehen. Die Energiewende ich also sicher zu bewältigen!

Also ich denke, dass wenn, man selbst nicht daran glaubt, dass eine Sache realistisch umzusetzen ist, dann sollte man dies auch klar kommunizieren und nach alternativen Lösungswegen suchen. Eine solche Verschleierungstaktik, an deren Ende dann wieder Notmassnahmen stehen werden, hilft niemandem!

Energie geht uns alle an!

Tractorpulling der Weltwirtschaft

Letztens las ich eine Artikel über das Wirkend des Zineszinses und das von Fed betriebene Geldsystem, welches Geld aus dem Nichts erschafft und dafür Zinsen verlangt.
Jetzt will ich mich hier nicht darüber auslassen, wie man innerhalb 12 Monaten in einem geschlossenem System aus 100% Geldvolumen 102% machen kann. Viel interessanter finde ich die Frage, was bedeutet dies für den Energieeinsatz?
Spulen wir aus dem Jahr 1913 (Gründung der Fed) einfach mal 95 Jahre vor. Jetzt stecken so viele Zinsbelastungen (einschließlich Steuern zur Tilgung staatlicher Zinsen) in jedem Produkt, dass wir einen Grad an Produktivität benötigen, den wir nur noch durch zunehmende Automatisierung und steigenden Energieeinsatz erreichen können. Beide Komponenten (Automatisierung und Energie) sind im Grund nichts anderes als Ersatz menschlicher Arbeitsleistung, die sonst nicht in dieser Konzentration und Präzision bereitzustellen ist.
Es ist vergleichbar mit dem etwas eigenwilligen Sport des Tractorpulling. Auch hier muss man um voran zu kommen, immer mehr Energie aufbringen. Am Ende kommt aber trotzt größter Kraftentfaltung und höchsten Energieeinsatzes (den Verbrauch pro 100km will hier niemand wirklich wissen) das gesamte Gespann zum Stillstand.

Wenn wir jetzt von panischen Politikern hören, dass sie in das Sparen hinein investieren wollen (darüber an dieser Stelle nachzudenken lohnt sich nicht), dann lässt dies nur folgende energetische Alternativen zu:

  • der Energieverbrauch muss steigen und in der Folge der Energiepreis, oder/und
  • die Energieffizienz muss gesteigert werden, um den steigenden Kosten zu begegnen.
  • irren sich die Politiker, dann treten die gleichen Effekte bei fallenden Energiepreisen und sinkenden Verbräuchen auf, weil sich bei sinkenden Umsätzen jeder um die Kostenreduzierung bemüht.

Ohne Energie ist alles nichts!

Die griechische Krise kann man einfach abschalten

Zugegeben es klingt verwegen oder auch einfach nur dreist. Aber wenn wir mal ehrlich sind. Die Kriese des Euro und damit die Krisen in Griechenland, Spanien, Italien und Frankreich sind und doch sehr abstrakt und begegnen uns nur über Radio und Fernsehen. Doch selbst in der Realität spielt sich das Alles nur virtuell auf den Festplatten (vielleicht auch SSD’s) der Bank- und Zentralbankcomputer ab.

Es ist unkonventionell und auch nicht ganz ernst gemeint, aber was wäre, wenn man der europäischen Zentralbanken einfach per Blackout den Strom abschaltet?
Zunächst sagt man, dass man die Lage unter Kontrolle hat und in spätestens 24h alles wieder ist wie vorher. Alles weitere folgt dann tröpfchenweise.
Es wurden die Datenspeicher versehentlich gelöscht so dass sie erst wiederhergestellt werden müssen. Bankguthaben aller EU-Bürger bleiben deshalb erstmal bis auf 5.000 € eingefroren. Die Staatschuldensalden lassen sich nicht mehr rekonstruieren.
Das wird sich schon erklären lassen. Die Dokrtorarbeit von Merkel ist ja schließlich auch nicht auffindbar und woher Herr Kohl seine Wahlkampfspenden bekam wissen wir bis heute auch nicht.

Kurz und gut nach 3 Wochen tritt dann Herr Dragi mit betretener Mine vor die Kameras und sagt, dass man leider wieder bei Null anfangen muss, aber die EU als Ganzes diese historische Aufgabe gut bewältigen wird.

Das natürlich die den Schulden gegenüberstehenden Guthaben der Bürger… – naja, dieses Thema gehört nicht in diesen Blog!

Und das beste an all dem ist doch, dass der Ausbau des deutschen Stromnetzes sicher per Super-Sonder-Eilantrag durch alle Instanzen gebracht werden kann.
Gedankenspiel hin oder her, an der Energie hängt einfach alles!

Aktualisierung
Manche Dinge ergeben sich schneller als man blauben mag.
Griechenland-droht-auch-noch-eine-Energie-Krise.
Griechische Energiekonzerne kämpfen um Notkredite