CO2 vs. Cäsium 137

Das CO2 unsere Umwelt gefährdet erfährt heute jedes Kind in der Schule.
Die Lufthoheit über die gesamte Umweltschutzdebatte hat gewissermassen das Thema CO2 übernommen.

Reden wir über Energie, reden wir über Umweltbelastung, dann reden wir zu gefühlten 99,9% über CO2 und dessen behauptete Auswirkungen auf unser Klima.
Jetzt gehöre ich zu einer Generation, die wenn man sich recht erinnert schon viele Themen erlebt hat, die durch das mediale Dorf getrieben wurden.
Früher starb der deutsche Wald, dann war das Ozonloch eine extreme Bedrohung und wenn wir nur einiges weiter zurückdenken oder mal Google bemühen, dann stellen wir fest, dass noch in den 70er Jahren eine neue Eiszeit erwartet wurde.

Ich möchte da auch keinen Preis für die beste Kampagne vergeben. Jedes Thema für sich ist sicher für sich gesehen richtig und wichtig. Je länger das Thema Fukushima zurückliegt, frage ich mich jedoch, wie dort gerade der Stand ist.
Wieviel Tonnen Radioaktivität sind dort inzwischen in den Pazifik geflossen?
Wann kommt diese Radioaktivität hier an?

In den USA hat man sie schon entdeckt. Radioaktivität in Thunfischen
Fast völlig vergessen ist das Thema Tschernobyl im täglichen Leben. Wer in Bayern oder Württemberg lebt und gern Pilze sammelt oder gar Jäger ist, wird damit sicher vertraut sein, aber alle anderen Bürger haben Radioaktivität sicher längst wieder vergessen. Wenn Sie wissen wollen, wie sich die CO2 Konzentration in den kommenden Jahren entwickeln wird, dann muss man nicht lange suchen. Aber suchen sie mal nach der Entwicklung der Radioaktivität in unserer Umwelt seit den ersten Atombombenversuchen, die übrigens bis in die XXer Jahre fast alle oberirdisch durchgeführt wurden.

Im Gegensatz zu CO2, welches sich biologisch wieder abbauen läßt und auch ein wichtiger Baustein unserer Pflanzenwelt ist, sind wir Radioaktivät auf Halbwertzeiten angewiesen und dann ist erst die Hälfte also 50% abgebaut. Für die nächste Hälfte der Hälfte benötigt es dann nochmal die gleich Zeit.
Wir sind dann erst bei 75% der Ausgangsmenge!

Ich möchte hier eine Lanze für den deutschen Atomausstieg brechen. Sicher ist es keine einfache Sache und sicher wird der Energiepreis steigen.

Ich finde Emissionszertifikate für Cäsium 137 sind mindestens so wichtig wie die für CO2-Emissionen.

SmartMeter oder brauchte ein Neandertaler wirklich ein Telefon?

Was soll diese Frage? Letzten dürfte ich vom BMWi hören, dass die Branche lange Jahre nach SmartMetern gerufen hat und jetzt wo sie vor der Tür stehen, wölkte sie plötzlich niemand mehr so recht haben. Was der Herr vom BMWi hier verwechselt, ist, dass es sich um zwei verschiedene Branchen handelt.
Unisono scheinen sich alle Energieversorger einig, dass der Markt keine SmartMeter benötigt und dass diese absolut unwirtschaftlich sind. Der passende Beweis wird dann immer sofort auf der Basis des kleinsten anzunehmenden Kunden mitgeliefert.
Vor allem wenn die Energiekosten niedriger sind als die Kosten des Zählers, sollte doch auch der letzter Verfechter von SmartMetern ein Einsehen haben, dass dies völliger Unsinn ist. Meinen sie nicht auch?

Lehnen wir uns doch mal gelassen zurück und erinnern uns an persönliche Erfahrungen.
Wie war das mit den Mobiltelefonen?
Es gab eine Zeit da passten diese Ungetüme Werder in eine Hosen- noch eine Jackentasche. Allenfalls fanden sie Platz auf dem Rücksitz eines PKW. Und natürlich waren sie viel zu teuer!
Unfassbare 7.000,- DM kostete mal ein gutes Modell der Firma Siemens Anfang der Neunziger. Und es war kompletter Unsinn ständig erreichbar zu sein!
Nein, dass wollte wirklich niemand haben!
Um ganz sicher zu sein, wurde auch noch festgestellt, dass die Strahlung schädlich für den menschlichen Körper sein könnte.

Das waren noch Zeiten!

Ich kann mich sogar noch daran erinnern, dass als das Farbfernsehen aufkam, meine Großmutter sich absolut sicher war, dass man davon Kopfschmerzen bekommt.
Nur nachlesen konnte ich, dass man zu Zeiten von Herrn Daimler und Herrn Benz absolut sicher war, dass Automobile niemals schneller als maximal 30km/h fahren könnten, da die Passagiere andernfalls ersticken würden.
Das alles klingt immer skurriler, je weiter es in der Zeit zurückliegt.
Stellen sie sich einmal vor, sie wollten einem Neandertaler ein Telefon verkaufen. Ob mobil oder Festnetz ist völlig egal.
Ahnen sie schon die Frage, die ihnen der ungläubige Urzeitmensch stellen würde?
„Wen soll ich denn damit anrufen?“
Über die Kosten brauchen sie garnicht erst anfangen zu reden!